Raus aus Singapur: Bintan

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Bintan ist das Paradies für Golfer, aber auch Strandliebhaber kommen auf ihre Kosten. Nur eine kurze Fahrt mit der Fähre von Singapur entfernt wird das Wochenende zum Kurzurlaub.

Singapur hat ungefähr die Flächengröße von Hamburg und bietet ebenfalls eine Menge an Ausflugszielen außerhalb der Stadt. Der Unterschied: Von Hamburg an die Ostsee fährt man über die Autobahn, von Singapur „aufs Land“ überquert man die Landesgrenze. Dazu ist Singapur eine Insel. Wer also nicht über die Brücke nach Johor Bahru fährt und auch kein Flugzeug nutzen will, muss eine Fähre nehmen. Am besten gleich auf eine andere Insel. Täglich gibt es 16 Routen nach Bintan in Indonesien, die zwischen einer und zwei Stunden dauern, wir sind vom Tanah Merah Ferry Terminal losgefahren. Da wir mit Dirks German Swiss Golf Club unterwegs waren und ein Package gebucht hatten, wurden die Zollformalitäten sehr schnell für uns erledigt und wir stiegen bequem am Terminal in den Bus, der uns ins Bintan Lagoon Resort brachte.

Mit Zimmerblick auf das südchinesische Meer wollte ich gleich meinen neuen Badeanzug an den Strand ausführen, doch die Golfertruppe musste auf den Platz – der zum Hotel gehört. Auch gut. Wir waren zwei Nichtgolferinnen (eine konnte es noch nie und die andere war verletzt – der Esel nennt sich immer zuerst …) und haben uns einen gemütlichen Nachmittag auf der überdachten Terrasse gemacht wobei die Getränkekarte eingehend durchprobiert wurde. Das mit dem Pimm‘s wurde schwierig und OiLeng hätte sich beinahe selbst hinter die Bar gestellt. Würde ihr aber verwehrt. Dafür wurde ihren Anweisungen nach und nach doch Folge geleistet und nach vier Versuchen waren die Drinks perfekt. Danach haben wir es bei Bier belassen, man muss auch mal entspannen.

Das Turnier um die neu ausgerufene Dieter-Gumpert-Trophy hat am zweiten Tag auf einem anderen Platz stattgefunden. Dieter Gumpert war lange Leiter des Golfclubs (neben seinen vielen anderen Ämtern, unter anderem war Dieter langjähriger Präsident des deutschen Clubs, Mitgründer der deutschen Schule und ehemaliger Berater der deutsch singapurischen Handelskammer). Er war auch als Golfnarr bekannt, wollte allerdings „am liebsten nur auf den Platz und Bälle schlagen“, wie mir seine Frau OiLeng beim Pimm’s erzählte. Driving Range und Trainerstunden waren nicht so sein Ding, das war ihm nicht gesellig genug. Nach seinem Tod im vergangenen Herbst ist eine große Lücke in der deutschen Community Singapurs entstanden und ich finde dieses Turnier in seinem Geburtsmonat eine schöne Idee.

 

 

Weil Dirk sich am ersten Tag am Arm verletzt hatte, konnte er das Turnier leider nicht mitspielen. So hatten wir zusammen Gelegenheit, meinen Badeanzug am Meer zu präsentieren. Leider mussten wir schon bald vor den Sandfliegen fliehen.

 

Später sind wir mit einem Buggy den Golfplatz Ria Bintan abgefahren und haben den anderen beim Spielen zugesehen. Was für eine wunderschöne Anlage! Zum Lunch sind alle im offenen Klubhaus zusammengekommen und nach dem Essen fand die feierliche Siegerehrung statt. Die Gewinner des Tages waren Christine & Thomas Peter. Aber nur zum Gewinnen ist niemand angereist. Es war ein sehr schönes Wochenende bei herrlichem Wetter mit vielen netten Menschen, noch mehr Sonnenschein und lustigen Gesprächen – ein gelungenes Wochenende vor den Toren Singapurs.

 

 

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