Schwimmtraining

image_pdfimage_print

Mit einem 50-Meter-Pool vor der Haustür ist es eine Schande, darin nur herumzuplantschen. Das soll sich mit einem Schwimm-Coach ändern!

Dirk zieht täglich seine Kraul-Bahnen (ich lasse mal aus wie viele, die Zahl macht mir ein schlechtes Gewissen). Parallel versuche ich mich schwimmend über Wasser zu halten. Ok, das ist jetzt übertrieben und mit Kappe und Brille sehe ich auch wahnsinnig professionell aus. Aber Brustschwimmen ist nun mal nicht cool. Also habe ich einen Schwimmcoach gebucht, der mich im Wasser auf Trab bringen soll. Menno heißt der verrückte Holländer, der mich seit ein paar Wochen jeden Montag von 13-14 Uhr elegant durchs Wasser gleiten lässt. Wir haben Menno auf dem Oktoberfest kennengelernt und bierselig beschlossen, dass es total lustig sei, einen Schwimmkurs bei ihm zu machen.

Nach der ersten Stunde war ich sehr motiviert und fühlte mich absolut begabt. Klar konnte ich vorher schwimmen und mich lange über Wasser halten, aber mit der richtigen Technik fühlt es sich leichter an und macht mehr Spaß. Allerdings muss man an zu viele Dinge auf einmal denken, und wenn man nur eine Sache vergisst – wie das Atmen ÜBER der Wasseroberfläche – geht es auch mal schief. Menno droht beim Wasserschlucken mit 5 S$ Strafe. Würde er es umsetzen, wäre ich pleite.

Nach Trainingsstunde Nr. 6 war ich nicht mehr ganz so begeistert wie nach der ersten Stunde. Joseph Schooling, 2016 singapurischer Olympiagoldgewinner in Rio de Janeiro, würde noch über mich lachen, wenn er sehen könnte, wie ich krampfhaft versuche, 50 Meter ohne Pause durchzukraulen. Immer wenn ich nach ein paar Zügen denke ‚geht doch’, liegt der Kopf beim Atmen nicht weit genug über der Wasseroberfläche und ich bekomme die volle Ladung Wasser in den Hals. Merkwürdig daran ist, dass mir jeder sagt, ich würde beim Atmen den Kopf zu hoch aus dem Wasser halten. Aber wenn die Muskeln müde werden ist halt auch mal das Gegenteil der Fall.

Mittlerweile ist Woche zehn vorüber und es geht! 50 Meter durchschwimmen funktioniert. Mit einer kleinen Schnaufpause zwischendurch schaffe ich sogar schon mehrere Bahnen. Alles Trainingssache, wird schon. Ich melde mich wieder, wenn ich bei Dirk mithalten kann. 1500 Meter ohne Pause müssen doch irgendwie zu machen sein …

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Follow by Email
LinkedIn
Share