Fort Canning Park

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Nach einem herrlichen Dinnerabend mit Freunden am Wochenende haben wir am Tag danach ausgiebig gefrühstückt und die terminfreie Zeit genossen.

Modell aus der National Gallery

Am Nachmittag mussten wir aber mal raus und sind in den„Fort Canning Park“ gegangen, der bei uns um die Ecke liegt. Mit viel Trinkwasser ausgestattet sind wir losmarschiert und haben nach kurzer Strecke das Schritttempo rapide verlangsamen müssen. Ich freue mich über jeden Sonnenstrahl, aber Sonnenschein in Singapur bedeutet auch erbarmungslose Hitze. Es waren 36 Grad Celsius mit einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von 95%. Jeder Schritt war anstrengend und die Wasserflasche wurde schnell leichter.
Nur wenige Gehminuten von der quirligen Orchard Road entfernt, ist der Fort Canning Park eine ruhige Oase mitten in der Stadt.

Vom Fort ist nicht mehr viel übrig, aber das Tor und ein paar Kanonen gibt es noch aus der alten Zeit.
Wir waren vorher noch nie dort, obwohl wir so nah dran wohnen. Nach 20 Minuten hatten wir es geschafft und den Bukit Larangan erreicht. Bukit heißt Hügel auf malaiisch und wer in den Park möchte, muss da rauf.

Zum Glück sind es nur 60 Höhenmeter, aber bei der Hitze hat mir das absolut gereicht. An manchen Tagen ist man einfach nicht fit und heute war solch ein Tag. Viele Leute gehen gerade am Wochenende in den Park, machen ein Picknick und tratschen. Also gibt es genügend Sitzmöglichkeiten um sich zwischendurch auszuruhen. Die Asiaten sitzen meist auf dem Boden, gerne auch mal mitten auf dem Weg. Dafür sind die Bänke drumherum dann alle frei und mein Kreislauf hat dafür gesorgt, dass ich einige ausprobiert habe.
1822 wurde auf dem Bukit Larangan der erste Botanische Garten eröffnet und Sir Stamford Raffles, der englische Gründer von Singapur, hat ein Jahr später sein Haus auf dem Hügel bauen lassen. Von dort konnte er jederzeit auf den Fluss und das Treiben in der Stadt schauen. Einen herrlichen Platz hat er sich ausgesucht. Heutzutage ist der Blick leider durch die vielen Wolkenkratzer und hohen Pflanzen versperrt. Der Fluss lässt sich nur erahnen und das Meer ist durch die Landgewinnung ein paar Kilometer weiter nach draußen geschoben worden. Aber es ist sehr schön und vor allem sehr grün.

Auf dem neugewonnenem Land stehen nun so viele hohe Häuser, dass sogar der Leuchtturm auf dem Hügel außer Betrieb genommen wurde, weil er von den Schiffen auf dem Wasser einfach nicht mehr zu sehen war.
Langsam sind wir von einem Schattenplatz zum anderen gegangen und haben die seltene Ruhe genossen. Wir haben leider nicht geschafft alles anzusehen, was der Fort Canning Park bietet. Die alten Grabmäler, ein Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg und ein Wasserreservoir für die Stadt müssen noch auf mich warten.
Aber wir sind ja in der Nähe und können jederzeit wiederkommen.
Die Gräber auf dem ältesten christlichen Friedhof und den Kräutergarten werde ich auf jeden Fall bald besuchen!

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